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Editorial

Hi Leser,

Europa ist kein Ort, sondern ein Gefühl. Halb Fernweh, halb Heimweh und ziemlich ansteckend. Die Symptome sind: Sehnsucht nach dem Duft fremder Städte; sich manchmal fremd fühlen im eigenen Land; einen Tag zu einer Geburtstagsparty am anderen Ende des Kontinents reisen; manche Begriffe nur noch in einer Fremdsprache ausdrücken können.

Wer angefangen hat, Europa zu entdecken, verbindet „Heimat“ mehr und mehr mit dem ganzen Kontinent. Das treibt auch die Macher von Indigo an. Das Heft erscheint zunächst auf Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Holländisch, Polnisch und Spanisch. Gleicher Inhalt, wechselnde Sprache. Es erzählt Geschichten aus dem wunderbaren Kuddelmuddel und Sprachenwirrwarr dieser neuen Heimat.

Die neue Heimat geht weit hinaus über das übliche „Europa“ mit seiner Union, seinen Verträgen, Verfassungsversuchen, Staatsmännern und -frauen. Über 100 Journalisten, Fotografen, Übersetzer, Layouter und Grafiker von Spanien bis Weißrussland haben freiwillig an dem Magazin mitgewirkt, mit der Motivation, aus „Indigo“ nicht das übliche Politik-Heft zu machen.

Deshalb haben wir aus aktuellem Anlass die Geschichte der EU anders aufgeschrieben – als unterhaltsames Familiendrama. Anlass ist der 25. März 1957. An diesem Tag vor 50 Jahren haben sechs Staatsoberhäupter die „Römischen Verträge“ unterschrieben, die entscheidende Grundlage auf dem Weg zur EU. Vielen Dank für die Vorarbeit, liebe Politiker.

Leider fehlt dem politische Europa heute die Leichtigkeit, mit dem sein Volk den Kontinent erobert hat. Diesen Gedanken haben wir auf die Titelseite gepackt: Die Collage zeigt ein Foto, aufgenommen in einer ehemaligen Waggonhalle in Berlin, verschmolzen mit dem Gemälde „Die Freiheit führt das Volk an“. Delacroixs Werk hat den deutschen Dichter Heinrich Heine zu einem Satz inspiriert, der wunderbar ausdrückt, was Europa jenseits zänkischer Politik ausmacht: „In dem Bilde atmet ein großer Gedanke, der uns wunderbar entgegenweht.“


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